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BGW Gesundheitspreis Altenpflege 2022

BGW Gesundheitspreis Altenpflege 2022

Die Gesundheit am Arbeitsplatz ist mit der Corona-Pandemie stärker denn je in den Fokus gerückt. Dabei ist das Thema zeitlos: Erst mit gesunden Beschäftigten wird eine gute Pflege möglich und können Einrichtungen Fachkräfte von sich überzeugen. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) belohnt engagierte Mitgliedsbetriebe aus der ambulanten und stationären Altenpflege mit dem BGW-Gesundheitspreis 2022.

Insgesamt 45.000 Euro Preisgeld gibt es für durchdachte Grundlagenarbeit und innovative Ideen. Nicht alles muss schon umgesetzt sein. Voraussetzung ist allerdings ein systematischer Schutz der Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Das Preisgeld wird unter den siegreichen Unternehmen aufgeteilt und kann für weitere Aktivitäten zum Gesundheitsschutz verwendet werden. Zudem profitieren alle, die eine Bewerbung einreichen, von qualifiziertem Feedback zum betrieblichen Vorgehen und einem Benchmarking – selbstverständlich anonym.

Der BGW-Gesundheitspreis wird als Kategorie „Guter Arbeitsplatz“ des Deutschen Pflegepreises am Rande des Deutschen Pflegetags 2022 verliehen. Weitere Informationen finden sich unter: www.bgw-online.de/gesundheitspreis

 

BGW Gesundheitspreis Altenpflege
Preisträger 2020
Jury
Zwei stationäre Einrichtungen der Altenpflege und ein ambulanter Dienst können sich über den Pflegepreis in der Kategorie „Guter Arbeitsplatz“ der BGW freuen. Mit der Auszeichnung würdigt die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ein beispielhaftes Engagement für die Gesundheit und Sicherheit im Betrieb. Das Preisgeld von insgesamt 45.000 Euro wird zwischen den drei siegreichen Unternehmen aufgeteilt und kann für weitere Gesundheitsprojekte genutzt werden.

1. Preis: Beschäftigte handlungsfähig machen: Caritashaus Hildegundis von Meer
„Wir möchten, dass unsere Beschäftigten abends genauso gesund nach Hause gehen, wie sie morgens gekommen sind“, lautet das Credo im Caritashaus Hildegundis von Meer. Die stationäre Einrichtung gehört zum Caritasverband Rhein-Kreis Neuss e.V. und beschäftigt rund 160 Menschen. Um diesem Credo gerecht zu werden, baute 2015 die Geschäftsleitung ein betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) auf, richtete eine Stabsstelle für Arbeits- und Gesundheitsschutz ein und organisierte die sicherheitstechnische und betriebsärztliche Beratung komplett neu. Schwerpunkte setzten die Verantwortlichen in der Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen, in der Unterstützung bei ethisch oder emotional schwierigen Fällen sowie im Umgang mit Gewalt. Dieses Konzept zum Umgang mit Gewalt und Aggression in der Einrichtung hat für die Jury besonderen Vorbildcharakter: Es umfasst vorbeugende Maßnahmen, die Schulung der Beschäftigten im Umgang mit grenzüberschreitendem Verhalten der Bewohnerinnen und Bewohner sowie ein abgestimmtes Vorgehen für Gewaltsituationen.


2. Preis: Arbeitsschutz ist gemeinsame Sache: Mani häusliche Pflege
„Wo andere ein Problem sehen, sehen wir eine Chance“, heißt es in der ambulanten Einrichtung Mani häusliche Pflege. Der in zweiter Generation familiengeführte private Pflegedienst mit 40 Beschäftigten aus zehn Nationen überzeugte die Jury durch ein professionell aufgestelltes BGM mit Steuerkreis, geregelten Zuständigkeiten und Verfahrensanweisungen sowie einer alle zwei Jahre durchgeführten Arbeitssituationserfassung. Die Jury lobte außerdem den partizipativen Führungsstil, die familienfreundlichen Arbeitsbedingungen sowie das sehr gute Diversity-Management bei Mani. Sie sieht den Betrieb darüber hinaus als „ein Musterbeispiel, wie dem Fachkräftemangel in der Pflege effektiv begegnet werden kann“.


3. Preis: Aufmerksam und achtsam: Pflegeheim Johann Hinrich Wichern
„Wir achten aufeinander“ ist der Leitgedanke im Pflegeheim Johann Hinrich Wichern, das den dritten Platz erreichte. Die Einrichtung mit fast hundert Beschäftigten gehört zum Diakonischen Werk Innere Mission Leipzig e.V. und überzeugte die Jury durch die Systematik, Verbindlichkeit und hohe Praxisnähe, mit der Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung dort umgesetzt werden. Als sich vor einigen Jahren die Krankmeldungen der Beschäftigten häuften, beschloss die Leitung in ein betriebliches Gesundheitsmanagement zu investieren. Mit Erfolg: Der Krankenstand reduzierte sich, die Verbundenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dagegen wuchs.
Die Jury besteht aus Mitgliedern der Selbstverwaltung der BGW (Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite):


Kurt Hoeke
Micaela Belz

Günter Woltering

Iris Krepp