Irene Maier

Irene Maier

Irene Maier

Vorsitzende des Programmbeirates
Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Programmsäule Pflegeressourcen“

  • Über 40 Jahre in unterschiedlichen Funktionen und Aufgabenfeldern in der Pflege.
  • 21 Jahre Vorstand und Pflegedirektorin Universitätsklinik Essen
  • Gremienarbeit und Kuratoriumsmitglied  in Landespflegeräten,
  • Deutsches Krankenhausinstitut, Stiftung Universitätsmedizin Essen
  • Vize-Präsidentin Deutscher Pflegerat
  • Freiberufliche Beraterin im Gesundheitswesen

Worin sehen Sie aktuell die größte Herausforderung für die Pflege?

Die größte Herausforderung liegt in der am Patientenbedarf ausgerichteten Personalausstattung. Dazu benötigen wir dringend  einen deutlichen Personalaufbau und eine verbindliche Personalbemessung für alle Bereiche in der Pflege. Ebenso die in der Fläche tarifgebundene Vergütung, das ist heute nach wie vor nicht der Fall und absolut nicht zu akzeptieren. Bleiben wir bei der Vergütung hier ist unsere Forderung des DPR seit langem eine unverzügliche spürbare Anhebung. Nur mit diesen beiden entscheidenden Verbesserungen, werden wir wieder mehr Pflegende im Beruf halten bzw. gewinnen.
Die Attraktivität des Pflegeberufes leitet sich auch wesentlich im Aufgaben-und Verantwortungsbereich der von den Pflegenden übernommen wird ab. Hier ist längst eine Reform notwendig in der neue Rollen und Kompetenzen der Pflegenden  festgelegt werden. Diese Fachlichkeit ist in den vergangenen Jahren einschließlich der ausgebauten Akademisierung sehr gut entwickelt worden. Nun muss man in Deutschland bereit sein, der Pflege auch den Platz einzuräumen, den sie in der Patientenversorgung übernehmen kann und übernehmen will.

Ausbau der Ausbildungskapazitäten sowie der Fort und Weiterbildung. Ausbau der Kompetenzentwicklung für die Führungskräfte

Der Ausbau der Ausbildungskapazitäten ist eingeleitet, ein richtiger und wichtiger Schritt nach vorn. Die berufliche Weiterqualifizierung sowohl fachlich, wie im Management und pädagogischen Aufgabenfeldern muss in den Unternehmen fest etabliert werden. Insbesondere die Qualifizierung der Führungskräfte ist eine Schlüsselaufgabe. Bildung ist und bleibt das Thema der Gegenwart und Zukunft. Auch die Digitalisierung muss in die zukünftigen Aus-und Weiterbildungen curricular eingebunden werden, um die Anforderungen in der Zukunft auch zu meistern.

Szenario 2030: Wenn sich nichts ändert, wie wird die Pflegelandschaft in naher Zukunft aussehen?

Wenn sich nichts ändert, werden immer weniger Menschen den Beruf ergreifen. Und die, die noch übrig sind, werden noch häufiger den Beruf aufgeben. Das führt zu einem jetzt schon vorliegenden Engpass in der Versorgung der Patienten und Pflegebedürftigen. Es wird zur zugespitzten Mangelversorgung kommen. Eine Horrorvorstellung!

…der Deutsche Pflegetag bedeutet für mich:

Der Deutsche Pflegetag ist für mich der zentrale und größte Kongress der Pflege in Deutschland! Aktuell und politisch. Alle wichtigen Player aus der Gesundheitsbranche sind da. Ein Forum, das sich niemand entgehen lassen darf, der auf der Höhe der Zeit bleiben will.