Patricia Drube

Patricia Drube

Stellv. Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Programmsäule Pflege interprofessionell"

Patricia Drube, Jahrgang 1970, begann nach dem Abitur im Jahr 1989 die berufsbegleitende Ausbildung zur Altenpflegerin. 1993 legte sie ihr Examen ab und arbeitete anschließend bei einem privaten Träger als Altenhilfe. Sie absolvierte ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Fernuniversität Hagen und wechselte 2008 zum Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), wo sie noch heute (mit reduzierter Stundenanzahl) als Referentin tätig ist. Seit 2018 ist sie Präsidentin der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein. Die 49-Jährige hat zwei erwachsene Kinder und lebt gemeinsam mit ihrem Mann in Lübeck.

Der Deutsche Pflegetag bedeutet für mich,..

Ein jährlicher Meilenstein, der sowohl unserer Berufsgruppe als auch der Öffentlichkeit zeigt, wo professionell Pflegende in Deutschland ethisch, wissenschaftlich und gesellschaftlich stehen.

Szenario 2030: Wenn sich nichts ändert, wie wird die Pflegelandschaft in naher Zukunft aussehen?

Patienten werden Objekte sein und in der Pflege werden nur noch Menschen arbeiten können, die in der Lage sind, als Maschinen zu funktionieren. Trotz Hochleistungsmedizin wird sich die Mortalitätsrate erhöhen und Leistungen der Sozialversicherungsträger werden keinen Wert haben, weil es kein Leistungsangebot gibt, für das sie eingesetzt werden können.

Worin sehen Sie die größten Herausforderungen für die Pflege aktuell?

Ein großer Teil der beruflich Pflegenden in Deutschland hat resigniert und sich mit Fremdbestimmung abgefunden. Die größte Herausforderung liegt darin, einer tief frustrierten und traumatisierten Berufsgruppe glaubhaft zu vermitteln, dass es sich lohnt, sich für die eigenen beruflichen Belange einzusetzen.